Mehr als Wundversorgung: Wenn Lebensqualität zurückkehrt
Echte Patientenstory aus dem Team Bayern
Vor rund einem Jahr wurde Herr M. (Name geändert) nach einem langen Krankenhausaufenthalt bei WundCura aufgenommen. Nach einer Oberschenkelamputation wurde er in einem sehr schlechten Allgemeinzustand nach Hause entlassen. Er war kaum ansprechbar, nicht orientiert und zusätzlich bestand ein Dekubitus Kategorie 4 am Kreuzbein – eine schwere Druckverletzung, die eine spezialisierte Versorgung erforderlich machte.
Für Angehörige ist eine solche Situation oft überwältigend. Viele Fragen bleiben offen: Wie soll die Versorgung zu Hause funktionieren? Wer unterstützt? Und wie kann verhindert werden, dass sich die Wunde weiter verschlechtert?
Gemeinsam mit dem behandelnden Arzt, den Angehörigen und unserem WundCura Team wurde ein individueller Versorgungsplan erstellt. Dabei ging es nicht nur um die Wunde selbst. Entscheidend waren auch regelmäßige Kontrollen, eine strukturierte Versorgung, die Anleitung der Angehörigen sowie eine enge Abstimmung aller Beteiligten.
Der Weg war nicht immer einfach. Vor einigen Monaten erlitt Herr M. zusätzlich einen Schlaganfall. Ein weiterer Rückschlag, der den bisherigen Fortschritt hätte gefährden können.
Doch heute – rund zehn Monate später – zeigt sich, was eine gute Zusammenarbeit bewirken kann.
Die Wunde ist nahezu vollständig verheilt. Herr M. ist wieder orientiert, nimmt aktiv am Familienleben teil und kann selbstständig Transfers vom Bett in den Rollstuhl durchführen.
Besonders berührt hat uns ein Foto seiner Familie: An einem warmen Sommertag wird Herr M. mit einem Trecker vorsichtig in den Pool im eigenen Garten gehoben. Nicht, weil es die perfekte barrierefreie Lösung ist – sondern weil seine Familie kreativ geworden ist, um ihm wieder ein Stück Lebensfreude zu schenken.
Dieses Bild steht für weit mehr als einen Sommertag im Pool.
Es zeigt, was möglich ist, wenn medizinische Versorgung, Angehörige und Lebensmut Hand in Hand arbeiten.
Denn erfolgreiche Wundversorgung bedeutet nicht nur, dass eine Wunde heilt.
Sie bedeutet, Menschen wieder mehr Selbstständigkeit, Teilhabe und Lebensqualität zu ermöglichen.
Unser besonderer Dank gilt den Angehörigen für Ihr Vertrauen und dass wir an der Poolstory teilhaben dürfen.
Diese Geschichte macht Mut – und zeigt, dass auch in schwierigen Situationen Hoffnung und Fortschritt möglich sind.